Laktose-Intoleranz ⇒ Unverträglichkeit des Milchzuckers - Milch als Kalzium-Quelle ist da tabu - Kalzium-Ersatz bieten grünblättrige Gemüsearten, aber auch Obst, Nüsse sowie Sardinen und Lachs

Probleme hat der, der unter Intoleranzen und Allergien leidet. Auch Milch kann Allergien und Intoleranzen auslösen. Dann spricht man von Laktose-Intoleranz.

Menschen mit Laktose-Intoleranz haben Probleme bei der Verstoffwechselung von Laktose, dem Zucker der Kuhmilch oder mit dem Milcheiweiß, das aus Kasein und Molke besteht.

Das Problem dieser Menschen besteht darin, dass sie nicht ausreichend das Enzym Laktase produzieren können und die Laktose nur teilweise verdaut wird. Der restliche Milchzucker - die Laktose - gelangt in den Dickdarm, wo nun die Probleme beginnen.

Die Unverträglichkeit des Eiweißes und des Zuckers haben einen mehr oder weniger schmerzhaften Verlauf. Eine Milchallergie äußert sich durch Darmprobleme und kann Hausausschlag und Asthma auslösen. Eine Laktose-Intoleranz verursacht Blähungen und Durchfall.

Milch und Milchprodukten lassen sich nicht immer meiden. Oft sind in verarbeiteten Lebensmitteln Milchprodukte wie in Salzstangen und Salatdressings enthalten. Deshalb sollten Sie wegen Ihrer Unverträglichkeit auf Milch und deren Produkte auf weniger verarbeitete Lebensmittel achten.

Das ist aber schwierig, da Milch eine der Hauptquellen für Kalzium ist. Kalzium braucht der Organismus, um kräftige Knochen bilden zu können und für viele weitere Körperfunktionen wie beispielsweise für die Blutgerinnung.

Man kann zwar Kuhmilch durch Mandel-, Reis- und Sojamilch ersetzen, aber diese Milchsorten sind was den Nährstoffgehalt angeht kein vollwertiger Ersatz. Deshalb müsste man andere Lebensmittel mit viel Kalzium konsumieren. Hier helfen grünblättrige Gemüsearten wie Brokkoli, Grünkohl, Fenchel, aber auch Obst wie Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kräuter und Nüsse sowie Sardinen und Lachs und kalziumreiches Mineralwasser.

Für Menschen mit Laktose-Intoleranz ist auch Joghurt interessant, denn er liefert Bakterien, die das für die Verdauung der Laktose erforderliche Enzym produzieren.

Kalziumpräparate müssen nach dem Essen eingenommen werden, denn da nimmt der Körper 30 bis 40 Prozent mehr auf als vor dem Essen. Nehmen Sie statt einer großen Kalzium-Portion lieber kleine Mengen über den Tag verteilt, denn da nimmt Ihr Körper 30 Prozent mehr auf.

Täglich sollten Sie aber nicht mehr als 1000 bis 1200 mg Kalzium einnehmen. Denn Kalzium könnte sich sonst in den Nieren ablagern. Achten Sie bei der Kalzium-Aufnahme auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr am besten in Form von Mineralwasser.