Kräuter - Interessant sind: Bärlauch, Basilikum, Dill, Kapuzinerkresse, Kerbel, Majoran, Pfefferminze, Schnittlauch, Thymian, Zitronenmelisse

Bärlauch
ist in Europa und Nordasien beheimatet und wächst in feuchten, humusreichen Laub- und Auwäldern, wo er zahlreich anzutreffen ist.
Er besteht aus 2 bis 3 grundständigen Blättern, die zu einem langen schmaler werdenden Stiel zulaufen und eine elliptische Form besitzen. Von ihnen erhebt sich ein 3-kantigen Stängel, an dessen Spitze ein aus 6 bis 20 schneeweißen Blüten bestehender Blütenstand leuchtet.
Geerntet werden die jungen Blätter vor der Blüte, die für Gemüse, Salate und Suppen zubereitet werden können.
Bei Kreislauf-, Durchblutungs- und Verdauungsstörungen kommen Bärlauchextrakte als Tropfen und Säfte zur Anwendung.

Basilikum
besitzt den höchsten Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen, Bitterstoffen und ätherischen Ölen kurz vor oder zu Beginn der Blüte. Im Geschmack ist er würzig bis leicht scharf.
Als heilsamer Effekt wirkt Basilikum appetitanregend, beruhigend, harntreibend und krampflösend. Bekannt ist auch seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung, weshalb er bei chronischen Entzündungen zur Anwendung kommt. Bei Magenproblemen, Blähungen und Schlafstörungen helfen die aromatischen Blätter.

Dill
ist reich an wertvollen Vitaminen wie Beta-Carotin und Vitamin C. Zudem besitzt er reichlich die Mineralstoffe Calcium, Kalium und Eisen. Jedoch sein wichtigster Bestandteil ist das in allen Pflanzenteilen vorkommende ätherische Öl, dass dem Dill sein charakteristisches, angenehme Aroma sowie sein würzig-frischen Geschmack gibt.
Das Öl besteht hauptsächlich aus Carvon und ist für seine krampflösenden Eigenschaften bekannt. Dill ist wie andere Kräuter appetitanregend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, entwässernd und beruhigt zusätzlich noch die Nerven.

Kapuzinerkresse
Ihre ursprüngliche Heimat ist Peru, von wo sie im 17. Jahrhundert nach Europa gelangte.
Auffallend an der Pflanze sind die rundlichen bis schildförmigen Blätter, die sich an langen, kriechenden Stängeln befinden. Auch schön anzusehen sind die orangerot oder gelb mit Flecken und mit einem gekrümmten Sporn versehenen Blüten.
Zur Anwendung kommt die ganze Pflanze. Äußerlich dient sie zur Behandlung von Wunden und im Innern bei Infekten der Harn- und Atemwege.
In Europa wird sie in Bauerngärten, auf Balkonen und Terrassen kultiviert.

Kerbel
besitzt gesundheitsfördernde Vitamine wie die Vitamine C und E, die Mineralstoffe Calcium und Kalium sowie ätherische Öle. Kalium ist harntreibend und das nach Anis schmeckende Isoanethol besitzt antiseptische Wirkung.

Majoran
hilft bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfallerkrankungen und bei Verdauungsbeschwerden. Er findet auch Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern als Schnupfensalbe. Zur Behandlung von Magendruck und Blähungen wird der Bauchnabel eingerieben.
Majoransalbe hilft bei Nervenschmerzen, Verrenkungen und Wunden und ein Majoranaufguss bei Geschwüren.

Pfefferminze
Das aus den Blättern der Pfefferminze gewonnene ätherische Öl besteht zu 60 Prozent aus Menthol, ein Pflanzenstoff, der zur Gruppe der Terpene gehört und in seiner wichtigsten Funktion erfrischend und keimhemmend wirkt. Weitere dominierende Inhaltsstoffe sind Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe. Pfefferminze besitzt gallenbildende und krampflösende Eigenschaften. Wenn Sie ein Extrakt mit Eukalyptusöl und Cajeputöl vermischen, hilft er äußerlich angewendet bei Kopfschmerzen und lokalen Muskelschmerzen.

Schnittlauch
erhält seinen Geschmack durch seinen hohen Gehalt an Lauch- und Senföl. Er wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, blutbildend sowie harntreibend.
Schnittlauch sollten Sie nicht nur wegen der positiven Eigenschaften bei Ihren Speisen einplanen, sondern auch wegen der zahlreichen Vitaminen wie die Vitamine A, B1, B2, B3, B6, B9 (Folsäure), C, E und K sowie den Mineralstoffen Calcium, Kalium, Eisen und Magnesium.
Zudem hat er einen hohen Gehalt an Polyphenolen und besitzt dadurch eine antioxidative Wirkung.
Schnittlauch kann man aus Samen in kleinen Pflanztöpfchen mit Torf im Frühjahr am Fenster selbst ziehen und dann in den Garten in einen kalkhaltigen, lehmigen und gut durchfeuchteten Boden setzen. Im Mai kann er im Freiland auch ausgesät werden. Für einen dichteren Wuchs setzt man mehrere Pflanzen zusammen.

Thymian
besitzt zahlreiche ätherische Öle, die bei Husten- und Bronchialbeschwerden Anwendung finden. Vor allem wirkt Thymol in den Bronchien krampflösend und hilft zusätzlich beim Abhusten von Schleim. Thymian ist deshalb eines der wichtigsten Mittel bei akuter und chronischer Bronchitis, hilft bei asthmatischen Anfällen, löst krampfartigen Husten und Keuchhusten.
Thymian wurde als Heilkraut zur Heilpflanze 2001 und zur Arzneipflanze 2006 gekürt.
Er wünscht beim Anbau lockere, kalkhaltige Böden in sonniger und windgeschützter Lage.

Zitronenmelisse
wirkt entspannend und beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Sie findet auch Anwendung bei nervös bedingten Einschlafstörungen sowie bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden.
In den Blättern sind das ätherische Öl Cironella, Gerbstoffe, und Flavonoide enthalten. Melisse hilft in der Volksmedizin bei Erkältungskrankheiten und bei funktioneller Kreislaufschwäche.