Die 10 besten Gewürze: Cayennepfeffer, Ingwer, Knoblauch, Koriander, Kurkuma, Muskat, Nelken, Salbei, Senf, Zimt & ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften

Cayennepfeffer
Cayennepfeffer entsteht durch das Mahlen von Schoten der besonders scharfen Chilisorte Capsicum frutescens. Die Schärfe wird durch den öligen Inhaltsstoff Capsaicin hervorgerufen. Er wird für äußere Anwendungen gegen Schmerzen eingesetzt und bei längerer Anwendung wird den Nervenzellen die Substanz P entzogen, die die Schmerzsignale an das Gehirn senden, ausgeschaltet.
Wenn Diabetiker einer Mahlzeit reichlich Cayennepfeffer beimischen, wird weniger Insulin benötigt und damit der Blutzuckerspiegel unter Kontrolle gehalten.
Cayennepfeffer besitzt gesundheitsfördernde Eigenschaften und kann mit ihnen bei Erkältungen helfen und den Stoffwechsel durch schnelleres Verbrennen von Kalorien beschleunigen. Es werden dem Gewürz auch entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugesprochen, ebenso soll er bei der Bekämpfung von Krebs helfen können.

Ingwer
Ingwer wird seit Jahrhunderten in der fernöstlichen Medizin angewandt. Vor allem das Rhizom der Pflanze hilft bei Verdauungsproblemen. Zudem besitzt es entzündungshemmende Eigenschaften und soll bei Arthritispatienten gegen die Schmerzen und Gelenkschwellungen helfen. Ingwer ist auch hilfreich bei Migräne, indem es die Entzündungssubstanz Prostaglandine hemmt. Das Gewürz könnte bei der Verhinderung und Verlangsamung der Entwicklung von Krebszellen helfen.
Ingwer kurbelt die Magensaftproduktion an und hilft gegen Übelkeit der Reisekrankheit. ➔ Mehr zum Thema "Ingwer"

Knoblauch
Knoblauch fällt durch seinen berühmt-berüchtigten Duft sofort auf. Ausgelöst wird er von der Schwefelverbindung Allicin, die größenteils für die gesundheitsfördernde Wirkung des Knoblauchs verantwortlich ist.
Wenn Sie täglich Knoblauch essen, sinkt das Risiko an einer Herzerkrankung zu leiden um 75 Prozent. Der Grund dafür ist, das Knoblauch den Cholesterinspiegel zwischen 5 und 10 Prozent senkt, das Blut verdünnt und somit eine Thrombenbildung verhindert. Er wirkt zudem antioxidativ und kann auch Krebs abwehren. Vor allem bei Magen- und Darmkrebs ist er hilfreich, indem er karzinogene Substanzen aus dem Körper ausscheidet und bereits entwickelte Krebszellen zwingt, sich selbst zu zerstören.
So schützt er die Zell-DNA und kann zudem Bakterien und Pilze wirkungsvoll bekämpfen. ➔ Mehr zum Thema "Knoblauch"

Koriander
Koriander ist in der indischen, mexikanischen, thailändischen und vietnamesischen Küche nicht mehr weg zu denken. Seit Tausenden von Jahren gilt Koriander als verdauungsförderndes Mittel.
Für die Zubereitung werden Koriandersamen zerstoßen und zu Tee aufbereitet. Dieser hilft bei Reizdarm, Darmkoliken und Durchfall. Des Korianders essenzielle Fettsäuren sind hilfreich bei der Bekämpfung von Bakterien, Kolibakterien und Salmonellen. Koriander besitzt auch antoxidative Eigenschaften.

Kurkuma
Kurkuma - auch Gelbwurz genannt - gibt der Gewürzmischung Curry seine typische gelbe Farbe. Schon seit Jahrhunderten wird das Gewürz in der indischen Heilkunde als verdauungsförderndes und appetitanregendes Medikament verwendet. Für die gelbe Farbe ist die Substanz Curcumin verantwortlich, die Entzündungen abwehren kann und in der Forschung als Mittel gegen Krebs in den Focus rückte.
Das Curcumin kann aus dem Körper Karzinogene entfernen und so Zell-DNA schützen bzw. geschädigte Zellen reparieren. Dieser Wirkstoff soll auch das Wachstum und die Ausbreitung von Tumorzellen hemmen können. Damit könnte es vor Darmkrebs und vor der gefährlichsten Form von Hautkrebs - dem Melanomen - schützen. Auch bei anderen Krankheiten senkt das Curcumin nachweislich die Entzündungswerte. ➔ Mehr zum Thema "Kurkuma"

Muskat
Muskat, dass wir heute kaufen, ist keine Nuss, sondern der Samen des Muskatbaumes. Wird der 2x2 cm große Samen in großen Mengen eingenommen, entfaltet er halluzinogene Wirkungen. Dies wird durch das ätherische Öl Myristicin ausgelöst. Dieser Wirkstoff blockiert im Gehirn ein Enzym, das zur Entstehung von Demenz beteiligt ist.
Muskat wirkt auch antibakteriell und kann in der Mundhöhle Bakterien abtöten, die Karies verurachen können. Das Gewürz enthält das entzündungshemmende ätherische Öl Eugenol, das unser Herz schützen kann.

Nelken
Nelken wirken durch das Eugenol entzündungshemmend und mit seinen antioxidativen Eigenschaften - beide in Kombination - für unsere Gesundheit. Sie schützen vor Herzerkrankungen, helfen bei der Krebsabwehr und verlangsamen den Knorpel- und Knochenabbau bei Arthose.
Sie beeinflussen auch den Insulinhaushalt positiv und sind ein altes Hausmittel bei Zahnschmerzen. Durch das Kauen auf Nelken wird ein Ö freigesetzt, dass betäubende Wirkung auf Schmerzen hat. Nelken wirken auch antibakteriell und können mit dieser Wirkung Bakterien abtöten, die selbst gegen Antibiotika resitent waren.

Salbei
Salbei schützt vor Prozessen im Gehirn, die zu Demenz führen können. Salbeiöl fördert die Aufmerksamkeit, Ruhe und Gelassenheit.
Auch Salbei wirkt entzündungshemmend, antioxidativ und soll vor Krebs vorbeugend sein. Das Gewürz soll auch die Insulinproduktion anregen und könnte Diabetes Typ 2 verhindern.

Senf
Senf wird aus Senfkörnern, die der Samen der Senfpflanze sind, hergestellt. Es ist ein sogenanntes Kreuzblütengewächs, das ist eine Pflanzengruppe, der man krebsabwehrende Eigenschaften nachsagt.
In Senf sind chemische Verbindungen enthalten, die das Wachstum der Krebszellen hemmen können. Mit der Senfschärfe lassen sich Atemwegserkrankungen, Schmerzen und Verspannungen lindern, ebenso ist er auch für Nacken-, Brust- und Wadenwickel geeignet. Mit Senfmehl läßt sich auch Fußpilz bekämpfen. Das Gewürz hat auch durchblutungsfördernde Eigenschaften und kann den Appetit anregen.
Verwenden Sie aber nicht mehr als ein Teelöffel täglich, denn Senf könnte Durchfall und Erbrechen verursachen. ➔ Mehr zum Thema "Senf"

Zimt
Zimt ist für unsere Gesundheit eines der wichtigsten Gewürze. Bei Diabetikern sollte Zimt mit in den Speiseplan integriert werden, da dieses Gewürz die Eigenschaft hat, den Blutzuckerspiegel deutlich zu senken.
Dafür sind täglich nur ¼ bis ½ Teelöffel nötig. Zimt in gleicher Menge verringert auch den Triglyzerid- (Triglyzeride - auch Neutralfette genannt - schwimmen, gebunden an Lipoproteine, durch die Blutgefäße zu den Fettdepots, weshalb man die Konzentration der Fette im Blut messen kann) und Gesamtcholesterinspiegel um 10 bis 30 Prozent. Zimt kann mit bestimmten Inhaltsstoffen Thromben vorbeugen und wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und ist in der Lage Kolibakterien und andere Bakterien unschädlich machen. Das Gewürz ist auch reich an Polyphenolen, ein Antioxidantien, das das Herz schützen kann, besitzt viele Ballaststoffe und kann auch Sodbrennen lindern. ➔ Mehr zum Thema "Zimt"