Antioxidantien → Radikalfänger - Wichtigste antioxidative Vitamine & Mineralstoffe: Vitamin C + E, Betacarotin + Selen & antioxidative sekundäre Pflanzenstoffe

Orangen und Brokkoli sind reich an Antioxidantien, jenen kleinen Helfern gegen allerlei Krankheiten. Antioxidantien sind ein medizinisches Wundermittel nicht nur gegen Infarkt und Krebs, sondern ihre vorbeugende und heilende Wirkung helfen auch bei chronischen, schmerzhafter und oft tödlich verlaufenden Krankheiten.

Eine Ernährung mit verschiedenen Antioxidantien senken das Risiko für Infarkte und weiterer chronische Krankheiten wie auch Krebs.

Antioxidantien helfen am besten, wenn sie mit anderen Antioxidantien kombiniert werden, so wie sie in naturbelassenen Nahrungsmitteln anzutreffen sind. So zum Beispiel steigert sich die antioxidative Wirkung von Vitamin E, wenn es mit aus Mandeln gewonnenen Flavonoiden gemischt wird um 300 Prozent.

Deshalb ist eine Kost mit vielen Antioxidantien der beste Schutz gegen Krankheiten und freie Radikale. Drei Glas Orangensaft pro Woche sollen die Gefahr an Demenz zu erkranken um 75 Prozent senken. Orangen enthalten reichlich Polyphenole, die auch zu den Antioxidantien gehören. Ein anderes Antioxidanz sind Carotinoide, die in gelben Gemüse wie Mais und Kürbis enthalten sind. Sie helfen dem Auge, indem sie es vor freien Radikalen schützen und somit das Risiko an Makuladegeneration zu erkranken um etwa die Hälfte verringern.

Spitzenreiter an Antioxidantien sind:
Unter den Beeren - die Blaubeeren;: beim Gemüse - der Kohl; bei den Fruchtsäften - der Traubensaft; beim Obst - der Granatapfel; beim Getreide - die Gerste; bei den Nüssen und Samen - die Walnüsse; Kaffee - muss gefiltert und schwarz getrunken werden; beim Tee - grüner Tee; bei der Schokolade - dunkle Schokolade.

Freie Radikale

Was sind freie Radikale? Es hat mit Sauerstoff zu tun. Wir brauchen ihn zum Atmen. Jede Zelle unseres Körpers verwendet ihn zum Stoffwechsel und zur Energieproduktion. Allerdings wird nicht jeder Sauerstoff zur Energieproduktion genutzt.

Bis 3 Prozent des aufgenommenen Sauerstoffs reagiert mit natürlich vorkommenden Metallverbindungen in unserem Organismus. Es kommt zur Oxidation, bei der sich ungesunde Moleküle bilden - die sogenannten freien Radikale.

Mehrere Arten von freien Radikalen existieren, die als Gemeinsamkeit ein ungepaartes Elektron aufweisen, das versucht, das fehlende Elektron zu bekommen. Freie Radikale sind gefährlich, aber unser Immunsystem produziert sie als Teil seines Abwehrsystems, da sie Bakterien abtöten und Viren abmildern.

Was freie Radikale so gefährlich machen, dass sie gesunde Moleküle angreifen wie Proteine der Zellmembran, Fette und selbst die DNA. Aber auch Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung, Sonnenlicht, Tabakrauch etc. können die Produktion von freien Radikalen beeinflussen.

Durch Stress werden von unserem Körper Hormone ausgeschüttet, die ebenso freie Radikale erzeugen können. Anhaltender Stress über längere Zeit kann eine Reihe von Krankheiten auslösen.

Radikalfänger

Antioxidantien schützen vor freien Radikalen. Sie sind in zahlreichen Vitaminen, Mineralien und vielen anderen natürlichen Substanzen enthalten. Sie sind es, die freie Radikale umschließen und ihnen das fehlende Elktron abgeben. Jetzt ist das Antioxidans selbst ein freies Radikal geworden, aber mit schadloser Wirkung.

Unserer Körper erzeugt selbst Antioxidantien wie das Superoxid-Dismutase SOD und Coenzym Q10. Die Liponsäure ist sehr vielfältig und kann verbrauchte Antioxidantien erneuern.

Aber unser Organismus kann nur einen Teil der Antioxidantien produzieren, den anderen Teil müssen wir über die Nahrung zuführen. Nahrungs­ergänz­ungs­mittel können da hilfreich sein. Schon viele in Lebensmittel vorkommende Antioxidantien sind intensiv erforscht worden. Dazu zählen beispielsweise Vitamin C und E, bei anderen stehen die Forschungen noch am Anfang. Aber alle haben gemeinsam, dass sie eine wichtige Rolle für eine gesunde Ernährung spielen.

Vitamine und Mineralstoffe

Unser Körper kann problemlos aus Aminosäuren Proteine bilden, aber Vitamine und Mineralstoffe, die Krankheiten und der Alltagsbewältigung helfen, müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Er kann auch diese Stoffe nur begrenzt speichern, deshalb sind ausreichende und abwechslungsreiche Lebensmittel erforderlich.

Vitamin C ist für den Aufbau von Gehirnzellen, Knochen und für ein gesundes Immunsystem verantwortlich. Das Vitamin E sorgt für die Bildung von roten Blutkörperchen, hat Anteil für die Muskeln und für das Lungen- und Nervengewebe. Genannte Vitamine und Selen, das für die Bildung von Enzymen wichtig ist, sind alles lebensnotwendige Stoffe, die als Antioxidantien wirksam sind.

Die 4 häufigsten und wirksamsten Vitamine und Mineralstoffe:
Tipp Betacarotin hilft bei manchen Krebsarten und kann über Möhren, Aprikosen, Pfirsiche, Kürbisse, Süßkartoffeln etc. aufgenommen werden.
Tipp Selen hilft vorbeugend gegen Dickdarm-, Lungen- und Prostatakrebs und Athrose. Es ist in Fisch, Gemüse, Geflügel, Getreide, mageren Fleisch und Paranüssen enthalten.
Tipp Vitamin C ist gut bei Arthrose, Herzkrankheiten und manche Krebsarten. Es kommt in Brokkoli, Erdbeeren, grüne Paprikaschoten und in Zitrusfrüchten vor.
Tipp Vitamin E hilft bei Demenz, Grauen Star, Herzkrankheiten und bei manchen Krebsarten. Enthalten ist das Vitamin in Blattgemüse, Nüssen, Oliven- und Rapsöl und in Samen.

Antioxidative sekundäre Pflanzenstoffe

Wie wir Menschen müssen auch Pflanzen chemische Stoffe herstellen, um sich gegen Krankheiten zu schützen. Tausende dieser sekundären Pflanzenstoffe - auch Phytochemikalien genannt - phyto = pflanzlich - halten unseren Körper fit. Sie sind zwar keine Nährstoffe könnten aber lebensnotwendig sein - da ist man sich in der Wissenschaft noch unsicher.

Die Phytochemischen Substanzen oder sekundären Pflanzenstoffe verhindern Blutgerinnsel und die Ausbreitung von Krebszellen im Organismus. Sie wirken, so weiß man allerdings als Antioxidantien und werden in zwei große Gruppen von sekundären Pflanzenstoffen eingeteilt: Und zwar in Carotinoide und Flavonoide.

Die Carotinoide sind in gelben bis rötlichen Obst und Gemüse enthalten, die als gute Lieferanten für diese antioxidativen Pflanzenstoffe gelten. Sie sind enthalten in rosa Grapefruit, Möhren, Orangen und Tomaten. Auch manches grüne Gemüse wie Spinat und Mangold sind reich an Carotinoide. Das bekannte Betacarotin wird in Vitamin A in unserem Körper umgewandelt. Außer den genannten gibt es noch mehr wichtige Carotinoide.

Die Flavonoide sind die andere wichtige Gruppe von Antioxidantien. Sie sind in blauen, purpurnen und violett gefärbten Lebensmittel vorhanden. Auch sie helfen bei Allergien, Herzleiden und gegen Krebs.

Das Flavonoid Quercetin hilft dem Herz-Kreislauf-System durch Entgegenwirkung der Oxidation von LDL-Cholesterin. Mit diesem Flavonoid wird die Ablagerung an den Gefäßwänden verhindert. Reichlich Quercetin ist in Äpfeln, Brokkoli, roten und gelben Zwiebeln und blauen Trauben vorhanden.
Ein anderes Flavonoid ist Epicatechine, das in Kakao und Tee enthalten ist. Es bietet Schutz vor Herzerkrankungen, ist zudem Entzündungshemmer, verhindert Blutgerinnsel und verlangsamt außerdem die Oxidation von LDL-Cholesterin.

Über 6000 Flavonoide sind schon identifiziert worden:
Tipp Gegen Herzkrankheiten und manche Krebsarten hilft Catechine, das in Obst, Tee, Bohnen und anderen Hülsenfrüchten und in dunkler Schokolade als guter Lieferant vorkommt.
Tipp Ein anderer sekundärer Pflanzenstoff ist Lutein. Es hilft bei Grauem Star, Makuladegeneration, manche Krebsarten und bei Herzkrankheiten. Artischocken, Brokkoli, grüner Blattsalat, Rosenkohl und Spinat sind gute Quelle für diesen Pflanzenstoff.
Tipp Gegen Prostatakrebs und Osteoporose ist Lykopin ein guter sekundärer Wirkstoff, der in Tomaten, roten Paprikaschoten, rosa Grapefruit und Wassermelonen anzutreffen ist.
Tipp Proanthocyanide ist eine phytochemische Substanz, die in Beeren, Kakao, Rotwein, Trauben und Tee in ausreichender Menge vorhanden ist und bei Herzerkrankungen und gegen manche Krebsarten hilfreich sein kann.
Tipp Quercetin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der vorbeugend gegen Asthma, Herzerkrankungen, Heuschnupfen und Lungenkrebs helfen kann. Beste Quercetin-Quellen sind Äpfel, Brokkoli, Cranberries, blaue Trauben und Zwiebeln.
Tipp Um Herzkrankheiten entgegen zu wirken, hilft Resveratrol, der im ausreichendem Maße in Erdnüssen, Rotwein und Trauben zu finden ist.
Tipp Blattgemüse, Mandarinen, Nektarinen und Mais sind gute Lieferanten für den sekundären Pflanzenstoff Zeaxanthin. Er hilft bei Grauem Star, Makuladegeneration und ist ganz wichtig gegen manche Krebsarten.

Radikalfänger einsetzen

Auf jede Zelle unseres Körpers wird von freien Radikalen tagtäglich zigtausendemal ein Ansturm wegen des fehlenden Elektrons vollführt. Dieser oxidative Stress kann in einem geschwächten Organismus zu Beschwerden führen. Mit einer ausgewogenen Ernährung können Antioxidantien helfen.

Herzerkrankungen zuvorkommen

Wenn Sie über die Nahrung ausreichend Antioxidantien aufzunehmen, verhindern Sie die Verschlechterung des schlechten LDL-Cholesterin. Das von freien Radikalen angegriffene oxidierte Cholesterin dringt in die Gefäßwände ein und lagert sich dort ab.

Das Immunsystem sendet an den Ablagerungsort Makrophagen - sogenannte Fresszellen - die das Cholesterin in sogenannte Schaumzellen umwandelt. Es sind nun mit Fett gefüllte Objekte, die sich wiederum als Plaque an die Gefäßwände anlagern. Reißen die Plaques auf, können sie die betroffene Arterie verstopfen und somit einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen.

Obst und Gemüse, Tee und Wein sind reich an Antioxidantien in Form von reichlichen Flavonoid-Konzentrationen. Sie sind in der Lage die Gefahr einer Herzkrankheit um bis zu 65 Prozent zu senken.

Helfen Sie den körpereigenen Antioxidantien, indem Sie süße und stärkehaltige Lebensmittel meiden.

Zellen gesund halten

Die DNA der Körperzellen können durch freie Radikale schwer geschädigt werden. Dies kann zur Vermehrung bösartiger Zellen - von Kerbszellen - führen. Phytochemische Substanzen aus Obst und Gemüse können diese Zellen eindämmen und somit die freien Radikale sogar ausschalten.
Wählen Sie beim Einkauf rotes, orangefarbenes oder gelbes Gemüse, denn da sind die Carotinoide, die zu den stärksten Antioxidantien gehören.
Beim Obst ist vor allem das Beerenobst die beste Antioxidantien-Quelle. Nur eine Schale Erdbeeren enthält schon fast 100 Gramm Vitamin C, ein sehr wirksames Antioxidans. Obst enthält viel Wasser und ist deshalb kalorienarm. 100 Gramm Erdbeeren haben nur 32 kcal.

Diabetes

Besonders heimtückisch sind freie Radikale bei einem zu hohen Blutzuckerspiegel. Denn diese Moleküle verursachen die Diabeteskomplikationen wie Blindheit, Nierenversagen und Nervenschädigungen. Aber Antioxidantien können diese Diatetessymptome mildern. Auch die Alpha-Liponsäure des Spinats, Brokkolis und vom roten Fleisch können diese Schmerzen lindern. Das Gewürz Kurkuma mit dem Wirkstoff Curcumin verlangsamt die Nierenschädigung. Ähnlich wirken auch das im Rotwein befindliche antioxidative Resveratrol und Quercetin in Äpfeln und Zwiebeln.

Demenz

Bei Patienten, deren kognitive Fähigkeiten wie die Wahrnehmung, Lernen, Erinnern, Denken und Wissen extrem nachlassen, findet man in den Gehirnzellen Schäden durch freie Radikale. Sie sind auch für die Ablagerung abnorm veränderter Proteine - die Amyloide - verantwortlich, die bei den meisten Formen der Demenz charakteristisch sind.

Menschen, die viel Vitamin-C-haltige Nahrungsmittel aufnahmen, verringerte sich das Risiko an Demenz zu erkranken um 34 Prozent. Die, die viel Vitamin E aufnahmen, verringerte sich das Risiko sogar um fast 50 Prozent. Das beste ist, beide Vitamine kombiniert aufnehmen, so wie sie in naturbelassenen Nahrungsmitteln auftreten. Die Wirksamkeit von Nahrungs­ergän­zungs­mittel konnte nicht eindeutig festgestellt werden.

Sehkraft

Möhren sind gesund für die Augen. Denn sie enthalten viel Betacarotin, das unserer Organismus in Vitamin A umwandelt. Genauso wichtig ist Lutein, ein Carotinoid ähnlich wie Betacarotin, dass die Netzhautzellen zur Abwehr von freien Radikalen aufnimmt. Es ist in vielen Blattgemüsen, Kohl und Spinat vorhanden. Wer viel Zeaxanthin - auch ein Carotinoid - und Lutein durch die Nahrung aufnimmt, senkt das Risiko an Makuladegeneration zu erkranken um die Hälfte. Auch andere Antioxidantien, die in Blattgemüse, Kürbis, Erbsen, Eigelb, Mais, Kiwis, Honigmelonen und vor allem in Möhren vorkommen, beugen gegen Grauen Star vor.

Olivenöl

Natives Olivenöl Extra mit seinen vielen Antioxidantien und seinen entzündungshemmenden Eigenschaften ist für die Gesundheit von größter Wichtigkeit.
Früher lehnte man ölige Saucen ab, heute weiß man, das gesunde Fette helfen eine Diät durchzuhalten.
Wenn Sie einen Rohkostsalat mit etwas Öl zubereiten, können die in ihm enthaltenen Nährstoffe vom Körper besser aufgenommen werden.
Die in Olivenöl enthaltenen einfach ungesüttigten Fettsäuren senken das Infarkt- und Schlaganfallrisiko erheblich.